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16. Mai 2008

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Karriere im Takt

Der tägliche Hindernislauf um die Fettnäpfchen im Business bringt so manchen aus der Puste. Es geht auch ganz easy – wenn man die „goldenen Regeln“ für gutes Benehmen und stilvolles Auftreten beherzigt. Der Alltag steckt voller Fallen. Unsere Expertinnen Susanne Helbach-Grosser und Jutta Hofmann wissen auch, wo sie sind.

Das Parfum

Seit Bernd Eichinger Süskinds Bestseller „Das Parfum“ in die Kinos brachte, scheint auch das Thema „Geruch und Düfte“ in aller Munde beziehungsweise in aller Nasen zu sein.

"Nicht waschen, komme in drei Tagen", schrieb Napoleon von seinem Ägyptenfeldzug voll Vorfreude auf den ganz besonderen Duft seiner Frau Josephine. Der französische Feldherr hatte „es“ bereits im Gefühl: Die Nase entscheidet mit in der Liebe. Gefühle und Stimmungen, Vorlieben und Erinnerungen sind vom Geruchssinn geprägt. Jeder Mensch besitzt einen unverwechselbaren Duft. Von „Ich bin verrückt nach Deinem Duft“ bis „Ihn kann ich nicht riechen“ ist alles drin.

Unsere Nase ist ein höchst sensibles Organ. Es gewöhnt sich jedoch auch an Gerüche – und das kann fatale Folgen haben. Denn wer zum Beispiel nur einen synthetischen Duft in Gebrauch hat, gewöhnt sich daran und kann ihn an sich selbst nicht mehr gut wahrnehmen. Logische Folgerung: es wird zu viel angelegt und anderen bleibt der Atem weg. Der Duft ist manchmal noch vor dem Menschen im Raum! Der Trick: Morgens zwischen mehreren Duftnoten wählen.

Dezent „teuer“ duften ist allemal besser als aufdringlich billig sagt die einleuchtende Faustregel. Je enger man mit anderen zusammen ist, desto unaufdringlicher sollte man riechen – so oder so. Intensiv parfümierte Leute - vor allem beim Essen und bei Weinproben - sind eine Zumutung!

Und zuwenig des Guten?
Der neue Außendienst-Mitarbeiter müffelt. Wir prüfen zuerst, riecht er nur ausnahmsweise etwas strenger oder halten die unangenehmen Ausdünstungen an? Bei letzterem sollte unverzüglich reagiert werden. Es ist immer unangenehm, jemanden auf ein doch sehr persönliches Problem anzusprechen. Alles andere nützt übrigens nichts und schadet nur dem Arbeitsklima: Witze reißen über die schlechte Luft im Raum, demonstrativ die Fenster öffnen, sobald der Stinker das Zimmer betritt, Seife oder Deo kommentarlos schenken, usw. 
Unter vier Augen kann man erkunden, ob nicht vielleicht ein medizinischer Befund hinter den Ausdünstungen steckt. 
Falls nicht, können sensibel Anti-Müffel-Tipps gegeben werden (z.B. Freund erfinden, der das Problem auch hatte und wie er es mit konsequenter Körperpflege und einem bestimmten schweißhemmenden Deo löste).

Zum guten Schluss:
Und das wissen Sie selbst: Eine nasale Katastrophe entsteht, wenn jemand auf Schweiß noch Parfüm gibt.

Veröffentlicht Donnerstag, 28. September 2006 15:11 von FAZBLOG-Helbach-Grosser

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