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16. Mai 2008

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Karriere im Takt

Der tägliche Hindernislauf um die Fettnäpfchen im Business bringt so manchen aus der Puste. Es geht auch ganz easy – wenn man die „goldenen Regeln“ für gutes Benehmen und stilvolles Auftreten beherzigt. Der Alltag steckt voller Fallen. Unsere Expertinnen Susanne Helbach-Grosser und Jutta Hofmann wissen auch, wo sie sind.

Kavalier am Steuer
Gibt es eigentlich noch den Autoknigge? Ein ganz klares JA.
Ob Sie privat oder geschäftlich unterwegs sind, hier die wichtigsten Empfehlungen:

* Bei Dienstfahrten mit Chauffeur sitzt der offizielle Ehrengast hinten rechts, also hinter dem Beifahrersitz, der zweithöchste hinten links, der dritte neben dem Chauffeur.
* Fährt der Chef/die Chefin selbst, sitzt der ranghöchste Gast neben ihm/ihr. Sitzgewohnheiten, Vorlieben und Behinderungen werden natürlich berücksichtig. Bei einem Zweisitzer käme niemand auf die Idee, einen gebrechlichen Fahrgast auf die hintere Sitzbank krabbeln zu lassen.
* Holt z.B. ein Ehepaar einen Gast vom Flughafen ab und der Gastgeber fährt den Wagen, so ist es praktisch, wenn Ehefrau nebst Gast hinten Platz nehmen - so kann SIE IHM ohne Halsverrenkungen die Schönheiten der Stadt erläutern.
* Die Höflichkeit gebietet es grundsätzlich, dem Beifahrer die Türe zu öffnen; und zwar eigenhändig und nicht mit dem Hinweis: "Die Tür ist offen", nachdem die Zentralverriegelung betätigt wurde. Gilt auch für Frauen.
* Männer „dürfen“ Frauen immer noch beim Ein- und Aussteigen behilflich sein - meistens ist SIE aber schon in der „Vertikalen“, bevor ER daran denkt! Bei schwierigen Verkehrssituationen muss niemand aussteigen, und der/die Mitfahrer/in sagt: „Bleiben Sie bitte sitzen.“
* Im Taxi sitzt praktischerweise der neben dem Fahrer, der auch bezahlt, er hat den Taxameter im Auge.
* Es ist nicht nur eine schöne, sondern bei den heutigen unsicheren Zeiten auch eine sinnvolle Geste, einander bei Dunkelheit ans Haus oder an die Tür zu begleiten und/oder im Auto zu warten, bis die heimgebrachte Person aufgeschlossen hat.
* „Sind Sie frei?“ Wer in ein Taxi steigt, ist am Arbeitsplatz eines anderen Menschen. Taxifahrer/innen erleben die komplette Palette der Gesellschaft und erzählen, wenn man sie fragt, dass sie sich täglich einiges bieten lassen müssen.
* Der Taxifahrer muss nicht das Gepäck des Fahrgastes nehmen, das ist eine freiwillige Hilfestellung.
* Nichtraucher/innen können ein Nichtraucher-Taxi anfordern, dann gibt es keine Diskussionen. Andersherum muss niemand in den ersten Wagen in einer Taxenschlange steigen, wenn der z.B. als Antirauch-Taxe ausgeschildert ist.

Tipp: Gehen Sie stets vorn um den Wagen herum, damit die Personen im Auto Sie sehen können.


Veröffentlicht Mittwoch, 25. Oktober 2006 11:24 von FAZBLOG-Helbach-Grosser

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