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<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="http://faz-community.fazjob.net:80/utility/FeedStylesheets/rss.xsl" media="screen"?><rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"><channel><title>Per Anhalter durch die Arbeitswelt </title><link>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/default.aspx</link><description>Personalverantwortliche wie Führungskräfte sehen sich einer neuen Arbeitswelt gegenüber. Egal ob man sich Daimler-Chrysler oder ein mittelständisches Unternehmen anschaut oder aber das Handeln der Bundesregierung hinterfragt – das Thema neue Arbeitswelt ist allgegenwärtig. Daß man dabei sowohl vom FC Bayern, der Fußballnationalmannschaft, vielleicht aber auch von Orchestern lernen kann, beschreibt Professor Christian Scholz.</description><dc:language>de</dc:language><generator>CommunityServer 2.1 SP3 (Debug Build: 20423.1)</generator><item><title>Das Prinzip Klinsmann Reloaded?</title><link>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/archive/2008/02/29/das-prinzip-klinsmann-reloaded.aspx</link><pubDate>Fri, 29 Feb 2008 14:33:00 GMT</pubDate><guid isPermaLink="false">68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:910</guid><dc:creator>FAZBLOG-Scholz</dc:creator><slash:comments>0</slash:comments><comments>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/comments/910.aspx</comments><wfw:commentRss>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/commentrss.aspx?PostID=910</wfw:commentRss><description>&lt;P&gt;Ja, er kommt wieder! Und damit können wir Jürgen Klinsmann (und die Entscheidung von Bayern München) wieder in die Diskussion um die Entwicklungen der aktuellen Arbeitswelt einbringen.&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&lt;IMG src="http://faz-community.fazjob.net/photos/storage/1000.26.909.stadion.jpg" border=0&gt;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Rückblick: Bereits im August 2005 verfasste der Autor dieses Reiseführers einen kleinen Artikel mit der&amp;nbsp; Überschrift „Von Klinsmann lernen!" und diskutierte Klinsmanns Leitbildfunktion als Führungskraft. Schon damals wurden diese Aussagen aber äußerst kontrovers diskutiert.&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Unter anderem erschien im Februar 2006 in einem Management-Hochglanzmagazin ein Artikel über Fußballtrainer, in dem die wirklichen Supertrainer vorgestellt wurden, nämlich Peter Neururer, Ottmar Hitzfeld und Jürgen Klopp. Die Idee, Jürgen Klinsmann dagegen ganz groß mit seinem Stil als neue Form und gar als Leitbild zu präsentieren, wurde von der Herausgeberin kategorisch abgelehnt. Nein, man ist/war sich irgendwie mit den Fachleuten einig, dass Klinsmann nicht in diese Gruppe der „richtigen" Trainer und Führungskräfte gehört. Lediglich den kurzen Satz, wonach Klinsmann ein lebendes Beispiel für den transformationalen Führungsstil darstellt, konnte man der Redaktion abringen.&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Und damit sind wir beim „Prinzip Klinsmann 1" und beim Eintrag in den Reiseführer „Per Anhalter durch die Arbeitswelt" angekommen: &lt;B&gt;&lt;I&gt;„`Das Prinzip Klinsmann 1´ ist das nach Jürgen Klinsmann benannte WM-Führungsmodell, das auf Vision, Eigenverantwortung und Stammplatzverzicht abstellt".&lt;/I&gt;&lt;/B&gt;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Entsprechend heftig waren damals auch (vor der Fußball-WM) die Reaktionen in den diversen Vorträgen zum Prinzip Klinsmann: Vor allem nach dem hoch verlorenen Vorbereitungsspiel gegen Italien war man sich einig, dass dieser Trainer mit viel Glück allenfalls ein kleines Strohfeuer in der Vorrunde abfeuern würde.&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;So ganz falsch war die damalige Kritik vielleicht nicht und deshalb wird es jetzt wirklich interessant: Denn jetzt werden wir sehen, wie es weitergeht. Kann eine „visionäre" Führungskraft mit einem transformationalen Führungsstil wirklich den Alltag gestalten, zu dem wöchentliche Bundesligaspiele, DFP-Pokal und internationale Auftritte gehören, also sowohl die Vorbereitung auf Gegner vom Niveau Amateurverein bis hin zu europäischen Top-Teams. Und ein tägliches Training, dass &amp;nbsp;ebenso passen muss wie intensiver Pressekontakt und der Umgang mit dem Trio „Beckenbauer-Hoeneß-Rummenige".&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Dazu hat Jürgen Klinsmann zwei Optionen: Entweder spielt er ein Jahr nach „Prinzip Klinsmann 1" den distanzierten Visionär (transformational) und überlässt die tägliche Arbeit (transaktional) einem Co-Trainer. Oder aber er bringt sich vier Jahre voll und permanent ein, was zu einem noch näher zu definierenden „Prinzip Klinsmann 2" führen würde. Auch wenn die meisten Kommentatoren offenbar zur erstgenannten Variante neigen, wagt der Anhalter durch die Arbeitswelt eine andere Prognose: Jürgen Klinsmann wird sein Repertoire additiv um transaktionale Elemente der Routine und der „permanenten Führung" erweitern. Und dadurch wird er wirklich zu einem neuen Vorbild für die zeitgemäße (Top)-Führungskraft. Darüber werden dann auch die skeptischen Management-Hochglanzmagazine nicht hinwegsehen können.&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Nur leider müssen wir jetzt bis zum Herbst warten .... und werden uns dann sicher im Stadion einmal treffen.&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&lt;IMG src="http://faz-community.fazjob.net/photos/cache/1000.26.129.hat.jpg.thumb.jpg" border=0&gt;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;PS Douglas Adam zeigt uns in seinem Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis", wie schwierig es ist, in einem Reiseführer das Thema „Führung" sinnvoll und inhaltsreich zu thematisieren. „Arthur Dent sah unter &amp;lt;Führung&amp;gt; nach, wo es &amp;lt;Siehe unter Rat&amp;gt; hieß. Daraufhin sah er unter &amp;lt;Rat&amp;gt; nach, wo es &amp;lt;Siehe unter FÜHRUNG&amp;gt; hieß."&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&lt;A href="http://www.orga.uni-sb.de/fazblog"&gt;ALLE BLOGEINTRÄGE AUF EINEN BLICK&lt;/A&gt;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;&lt;img src="http://faz-community.fazjob.net:80/aggbug.aspx?PostID=910" width="1" height="1"&gt;</description></item><item><title>Karawanenkapitalisten und Oasenbetreiber</title><link>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/archive/2008/01/18/karawanenkapitalisten-und-oasenbetreiber.aspx</link><pubDate>Fri, 18 Jan 2008 19:11:00 GMT</pubDate><guid isPermaLink="false">68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:776</guid><dc:creator>FAZBLOG-Scholz</dc:creator><slash:comments>0</slash:comments><comments>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/comments/776.aspx</comments><wfw:commentRss>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/commentrss.aspx?PostID=776</wfw:commentRss><description>&amp;nbsp; 
&lt;P&gt;Nach Siemens minus BenQ, Daimler minus Chrysler jetzt Nokia minus Bochum - und viele andere Fälle. Obwohl eigentlich alles gesagt ist, gibt es ein neues Wort: Den Karawanenkapitalisten, aktuell verwendet vom Finanzminister Peer Steinbrück. Dieses Wort ist so schön und in seiner Konsequenz so grotesk, dass es hiermit sofort in den Reiseführer "Per Anhalter durch die Arbeitswelt" aufgenommen (und damit diskutiert) wird.&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&lt;IMG src="http://faz-community.faz.net/photos/storage/1000.26.775.karawane.jpg" border=0&gt;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Die Fakten sind bekannt. Nokia stellt die Handy-Produktion in Bochum ein, verschiedene Personen - darunter auch unser Finanzminister und viele Kommentatoren - meldeten sich überwiegend entrüstet zu Wort.&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Der Reiseführer "Per Anhalter durch die Arbeitswelt" definiert hiermit:&lt;B&gt;&lt;I&gt; "Unter Karawanenkapitalismus versteht man (1) die Logik, wonach man immer dort produziert, wo die Produktion insgesamt am billigsten ist, was (2) dazu führt, das man &amp;lt;etwas&amp;gt; teurere Standorte schließt und weiterzieht. Dieser Effekt wird (3) von Finanzministern wegen der Steuerausfälle gerne gegeißelt, aber umgekehrt (4) von Wirtschaftsministern als Oasenbetreiber gerne geschaffen."&lt;/I&gt;&lt;/B&gt;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Und genau dieser letzte Punkt (4) ist der wirklich interessante. Denn was hier in der aktuellen Diskussion gerne übersehen wird: Rumänien macht mit seinen kolportierten 30 Millionen Euro genau das gleiche, was Deutschland vor einiger Zeit mit seinen rund 40 Millionen Subventionen gemacht hat. Man lockt Unternehmen mit Subventionen und hofft auf dauerhafte Arbeitsplätze - wie wir sehen, eine trügerische Hoffnung. Gleichzeitig natürlich ärgerlich, wenn man darüber nachzudenken beginnt, ob die rumänischen Subventionen nicht irgendwie indirekt aus Brüssel stammen.&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Das ist sicherlich ein Problem. Das wirkliche Problem besteht aber darin, dass man sich auf der einen Seite über die weiter ziehende Karawane beschwert, auf der anderen Seite aber Karawanen durch Anreize anlockt, also quasi Oasen für Karawanen baut.&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Konsequenz für die Politik: Nicht über das Weiterziehen jammern, vor allem aber vorher nicht versuchen, Karawanen durch Subventionsoasen anzulocken. Und erst recht nicht (nur) dann „nachverhandeln", wenn mit Abzug gedroht oder dieser vollzogen wird.&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Konsequenz für uns alle?: Natürlich kann man sein Nokia-Handy abschalten. Man hätte auch wegen BenQ seinen Siemens-Kühlschrank verkaufen und wegen Chrysler seinen Daimler abmelden können. Was aber am wichtigsten ist: Nicht nur den schwarzen &lt;A href="http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/archive/2006/10/20/138.aspx" target=_blank&gt;Mitarbeiterabbauplaneten&lt;/A&gt; meiden, sondern auch bei von Politikern angelockten Karawanenkapitalisten aufpassen - die können rasch weiterziehen.&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&lt;IMG src="http://faz-community.faz.net/photos/cache/1000.26.129.hat.jpg.thumb.jpg" border=0&gt;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;PS. Weder Karawanen noch Oasen werden im Original „Per Anhalter durch die Galaxis" erwähnt - und Subventionen schon gar nicht. Daher soll ein mehr oder weniger passendes Zitat aus dem Originalanhalter hier den Abschluss bilden: »Neinnein, um Gottes willen, nein«, rief der Alte aus, »die Galaxis ist noch lange nicht wieder reich genug, um sich uns leisten zu können.«&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&lt;A href="http://www.orga.uni-sb.de/fazblog"&gt;ALLE BLOGEINTRÄGE AUF EINEN BLICK&lt;/A&gt;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;&lt;img src="http://faz-community.fazjob.net:80/aggbug.aspx?PostID=776" width="1" height="1"&gt;</description></item><item><title>Transparenz als Neujahrswunsch</title><link>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/archive/2008/01/04/transparenz-als-neujahrswunsch.aspx</link><pubDate>Fri, 04 Jan 2008 14:14:00 GMT</pubDate><guid isPermaLink="false">68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:744</guid><dc:creator>FAZBLOG-Scholz</dc:creator><slash:comments>0</slash:comments><comments>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/comments/744.aspx</comments><wfw:commentRss>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/commentrss.aspx?PostID=744</wfw:commentRss><description>Es ist wieder einmal Zeit für die vielen guten Wünsche, wie wir sie uns selber und anderen zum Jahresbeginn mit auf den Weg geben. Daher die nahe liegende Frage: Was wünscht sich der „Anhalter durch die Arbeitswelt" - für die Arbeitswelt? 
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&lt;IMG src="http://faz-community.fazjob.net/photos/storage/1000.26.745.fenster.jpg" border=0&gt;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Einen ersten Hinweis findet man hierfür zum Jahreswechsel in der Tagespresse: Dort werden unter der Überschrift „Was machen wir hier eigentlich" Informationen aus einer internen Mitarbeiterbefragung bei der Deutschen Telekom veröffentlicht, wonach die Mitarbeiter weder wissen, wohin der Weg geht, noch ahnen, wie man dort hinkommen könnte. Auch wenn die Ergebnisse der Befragung teilweise sehr dramatisch erscheinen, sind sie nicht nur ein Problem der Deutschen Telekom. Sie sind - vielleicht nicht so stark - auch bei anderen Unternehmen beobachtbar. Und genau daraus resultiert der Wunsch des „Anhalters durch die Arbeitswelt": &lt;B&gt;Mehr Transparenz!&lt;/B&gt;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Der Reiseführer durch die Arbeitswelt protokolliert: &lt;I&gt;„Interne Unternehmenstransparenz bezieht sich auf Klarheit von Strategie, Entwicklungssystem sowie Entlohnung und ist (1) aus Sicht des Unternehmens gegeben, (2) aus Sicht der Mitarbeiter häufig ein Schwachpunkt, gleichzeitig (3) aber ein extrem wichtiger Motivator, der (4) gute von schlechter Personalarbeit unterscheidet."&lt;/I&gt;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&lt;I&gt;&lt;/I&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Wichtig ist hier das Wort „Klarheit": Wie aus dem Saarbrücker Arbeitsweltmonitor bekannt, klagen Mitarbeiter weniger über das Volumen von Informationen. Vielmehr wird vieles propagiert, letztlich aber nicht realisiert und gelebt. Dies gilt vor allem für Aspekte aus dem Bereich Karriere und Entwicklung (Wie soll oder kann es weitergehen?). Die Defizite sind daher - anders als die landläufige Meinung - nicht etwa nur Kommunikationsprobleme. Vielmehr sind es fehlende Entscheidungen und klare Konzepte. &lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Mitarbeiter haben ein gutes Gespür für inhaltsleere Worte, hinter denen Konzeptionslosigkeit steckt: Wenn von Marktführer, Kernkompetenz oder Benchmark gesprochen wird, dann sind Mitarbeiter genauso schlau wie zuvor - können aber auch nicht schlauer sein, weil es die Unternehmensleitung vielleicht auch nicht ist. Ansonsten gilt auch hier die &lt;A class="" href="http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/archive/2007/01/26/210.aspx" target=_blank&gt;Informatio Diametrales&lt;/A&gt;: Gerade das wird in internen Broschüren propagiert, was fehlt.&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Ferner definiert der Reiseführer durch die Arbeitswelt: &lt;I&gt;„Externe Unternehmenstransparenz ist (1) gesetzlich vom Prinzip her vorgeschrieben und bezieht sich auf (2) Durchschnittswerte sowie Veränderungen zu Personalbestand, Arbeitszeit, Betriebszugehörigkeit, Durchschnittsalter und realisierter Personalentwicklung, wird (3) vom Unternehmen selten geliefert, weil es (4) extern nicht nachgefragt wird und (5) Personaler z.B. im Geschäftsbericht lieber weniger als mehr schreiben."&lt;/I&gt;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&lt;I&gt;&lt;/I&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Wichtig hier ist „wird extern nicht nachgefragt": Obwohl Kapitalgeber wie auch die generelle Öffentlichkeit Interesse an diesen Zahlen haben sollten, werden sie nicht nachgefragt und daher auch nur ganz selten geliefert. Die wenigsten DAX30-Unternehmen haben Informationen zur Arbeitszeit, zur Personalentwicklung oder zum Durchschnittsalter. Übrigens: Mustergültig ist hier der Geschäftsbericht der Deutschen Bank. Die meisten Unternehmen jedoch ignorieren die Forderung des Gesetzgebers, wonach Unternehmen „umfassend über Chancen und Risiken" informieren müssen - eigentlich ein Skandal, wenn man bedenkt, dass auch Bewerber sich häufig über den Geschäftsbericht informieren. &lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;Also - um die Wünsche zu erfüllen: Viel zu tun bei der internen Transparenz, weil diese die Mitarbeiter wirklich wollen. Dagegen gibt es (leider) wenig zu tun bei der externen Transparenz: Die fehlt nahezu vollkommen, wird aber offenbar von niemandem auf den Wunschzettel gesetzt.&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&lt;IMG src="http://faz-community.fazjob.net/photos/cache/1000.26.129.hat.jpg.thumb.jpg" border=0&gt;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;PS: Im historischen Vorläufer dieses Blogs, nämlich im Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis" warnt allerdings Max Quordelplie mit seinem bekannten „Aber-nicht-doch-Lächeln" vor zuviel Transparenz: „Was passiert, wenn sich die kraftfeldgepanzerte Kuppel über uns in Transparenz auflöst und einen undurchdringlichen Himmel mit alten Lichtern aus bleiern aufgequollener Sterne zeigt und wir wirklich wissen, daß uns allen ein wundervoller Apokalypse-Abend bevorsteht!"&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&lt;A href="http://www.orga.uni-sb.de/fazblog"&gt;ALLE BLOGEINTRÄGE AUF EINEN BLICK&lt;/A&gt;&lt;/P&gt;
&lt;P&gt;&amp;nbsp;&lt;/P&gt;&lt;img src="http://faz-community.fazjob.net:80/aggbug.aspx?PostID=744" width="1" height="1"&gt;</description></item><item><title>"WorkChoices" als makabere Realität?</title><link>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/archive/2007/12/07/workchoices-quot-als-makabere-realit-228-t.aspx</link><pubDate>Fri, 07 Dec 2007 14:52:00 GMT</pubDate><guid isPermaLink="false">68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:709</guid><dc:creator>FAZBLOG-Scholz</dc:creator><slash:comments>0</slash:comments><comments>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/comments/709.aspx</comments><wfw:commentRss>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/commentrss.aspx?PostID=709</wfw:commentRss><description>Auf der Suche nach Reiseinformationen durch die neue Arbeitswelt durchstreift der Berichterstatter einen Zoo mit 127 Koala-Bären in Brisbane, die friedlich-freundlich den Tag genießen. Vielleicht haben sich so die Australier gefühlt, bevor sie durch die WorkChoice-Regelung ihres Premierministers John Howard in eine ganz andere Welt versetzt wurden. 
&lt;p&gt;&lt;img src="http://faz-community.fazjob.net/photos/storage/1000.26.710.koala.jpg" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst etwas über Koala-Bären: Diese nett und friedlich anzuschauenden Beuteltiere sind auch wirklich lieb und friedlich. Sie genießen ihr Leben, sitzen in Bäumen herum und schlafen die meiste Zeit, wenn sie nicht gerade an einem Eukalyptusbaumblatt herumkauen. Davon ernähren sie sich. Dummerweise sind diese Blätter ohne viele Nährstoffe und zudem ein wenig giftig, so dass viel Energie bereits für die Entgiftung aufgewendet werden muss. Der Koala-Bar schläft deshalb fast den ganzen Tag, wenn er nicht gerade verträumt in die Sonne blinzelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kontrastprogramm: In Australien gewann die Regierung von John Howard schlagartig an Aufmerksamkeit, als sie unter dem Titel „WorkChoices" eine Idee umsetze, die als die radikalste Veränderung der Arbeitsplatzverhältnisse in Australien galt. Ihr Hauptinhalt: Die Australischen Workplace Agreements (AWA).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um dieses Gedankengut der breiten Leserschaft des Reiseführers „Per Anhalter durch die Arbeitswelt" bekannt zu machen, soll wird ein Eintrag in den Reiseführer vorgenommen, denn - wer weiß -, vielleicht wird es auch in anderen Ländern bald AWAs geben: „&lt;b&gt;Unter einem AWA versteht man die in Australien erfundene Form einer individuellen Arbeitsvertragsgestaltung, bei der die Arbeitnehmer nicht mehr über gewerkschaftliche Regelungen vertreten werden, sondern individuelle Verträge aushandeln können. Sie können also mit dem Arbeitgeber frei verhandeln und haben dann die Wahl (daher auch „WorkChoices"), ob sie das individuelle Angebot des Unternehmens akzeptieren."&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies war natürlich ein Schock. Bildlich gesprochen mussten die Koala-Bären aufwachen. Jeder musste oder sollte seinen Vertrag selber aushandeln. Und es galt: Geld nur gegen Arbeit! Aus der Traum vom friedlichen Leben im Baum und dem Warten auf das nächste Eukalyptusblatt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die korrekte, neutrale und in jeglicher Hinsicht faire Berichterstattung, die typisch für diesen Reiseführer durch die Arbeitswelt ist, gebietet an dieser Stelle vier Hinweise:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstens wird so etwas auch in Deutschland - zwar nicht so krass, aber immerhin - probiert, und zwar von Seiten der Mitarbeiter, die lieber in kleineren als in größeren Einheiten ihre Tarifverhandlungen durchführen wollen. Beispiel dafür ist der Streik der Lokomotivführer (&lt;u&gt;&lt;a href="/blogs/personal-blog/archive/2007/07/13/lokf-252-hrer-strategie-als-gehaltsmultiplikator.aspx" class="" target="_blank"&gt;wie im Blog Lokführer-Streik nachzulesen&lt;/a&gt;&lt;/u&gt;), die ihre Macht in Geld ummünzen wollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zweitens dienen AWA und WorkChoices der Verbesserung der Produktivität. Auch in Deutschland gibt es Unternehmen, die auf ähnlich intensive Weise den Darwinismus forcieren (&lt;u&gt;&lt;a href="/blogs/personal-blog/archive/2007/11/19/darwinismus-total-mercedes-dtm.aspx" class="" target="_blank"&gt;wie im Blog DTM nachzulesen&lt;/a&gt;&lt;/u&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Drittens gibt es auch bei WorkChoice Absicherungsmechanismen. So muss jedes AWA (zumindest für ein reguläres Beschäftigungsverhältnis mit regulären Mitarbeitern) fünf Minimalkriterien erfüllen (Mindestlohn von 8,70€, 4 Wochen Urlaub, 10 bezahlte Krankheitstage, 38-Stunden-Woche und 52 Wochen unbezahltem Erziehungsurlaub nach der Geburt eines Kindes).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viertens gehört zum australischen Konzept auch eine Verringerung des Kündigungsschutzes der Mitarbeiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So richtig in Kraft trat dieses Konzept im März 2006, und es lief auf alles andere hinaus als auf die Philosophie „Management by Koala". Wenn es dann nicht noch einen Nachtrag gäbe....&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn nachdem der Berichterstatter im Lone Pine Koala Sanctuary, dem oben erwähnten Koala-Park bei Brisbane, die Koala-Bären sowie ihr friedliches Leben (das wie gesagt aus rund drei Aktivitätsstunden pro Tag besteht) bestaunte und über die Einführung von AWA beziehungsweise WorkChoice in dieser Kultur nachdachte, konnte er sich am Abend im Fernsehen die Neuwahlen zum nationalen Parlament zu Gemüte führen. Der Gegenkandidat Kevin Rudd hatte ein klares Programm: Abschaffen von AWA und WorkChoice! Ergebnis? Er gewann mit einem Erdrutschsieg, John Howard wurde in die Wüste geschickt und die Koala-Bären sind wieder zufrieden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur so richtig scheint keiner zu wissen, wie es jetzt weitergeht und auch Kevin Rudd beschäftigt sich erst einmal mit Umweltschutz. Dementsprechend verkündet die offizielle Webseite zu WorkChoice und AWA Veränderungen, über die man aber erst einmal nachdenken muss. Die schöne AWA-Broschüre wird nur nach telefonischer Bestellung verschickt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber vielleicht wird in der Neuauflage dieses Reiseführers mehr dazu stehen, ob und wie man AWAs wieder los wird - was man aber vielleicht gar nicht will und was man vielleicht nur nicht sagen will?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://faz-community.fazjob.net/photos/cache/1000.26.129.hat.jpg.thumb.jpg" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;PS: Es überrascht nicht, dass sich Douglas Adams mit seinem „Reiseführer per Anhalter durch die Galaxis" zu diesem heiklen Thema nur in rätselhafter Sprache äußert. Trotzdem gebietet die Bedeutung seines Werkes eine Auseinandersetzung mit diesem Text, der in etwa wie folgt klingt: „Wenn jemand glaubt, er ist ein Igel, müsste man ihm wahrscheinlich bloß einen Spiegel und ein paar Igelbilder in die Hand drücken. Hilfreich auch Black's Medizinisches Lexikon. Tausende von Krankheiten drin, alle alphabetisch geordnet. Jaja. Du hast die freie Wahl!" Leider sagt Douglas Adams nichts über Koala-Bären. Vielleicht war er aber auch nie auf einem Planeten, der sich wie Australien anfühlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.orga.uni-sb.de/fazblog/" class="" target="_blank"&gt;ALLE BLOCKEINTRÄGE AUF EINEN BLICK&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://faz-community.fazjob.net:80/aggbug.aspx?PostID=709" width="1" height="1"&gt;</description></item><item><title>Darwinismus Total Mercedes (DTM)</title><link>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/archive/2007/11/19/darwinismus-total-mercedes-dtm.aspx</link><pubDate>Mon, 19 Nov 2007 08:52:00 GMT</pubDate><guid isPermaLink="false">68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:662</guid><dc:creator>FAZBLOG-Scholz</dc:creator><slash:comments>0</slash:comments><comments>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/comments/662.aspx</comments><wfw:commentRss>http://faz-community.fazjob.net/blogs/personal-blog/commentrss.aspx?PostID=662</wfw:commentRss><description>&lt;p&gt;Es war ein fatales Jahr für die Motorsportabteilung von Mercedes: Nachdem vier angestrebte Titel nicht gewonnen werden konnten, jetzt auch noch ein zweiter Prozess vor Gericht, der nicht das von Mercedes gewünschte Ergebnis brachte. Und das, obwohl sich Mercedes in diesem Jahr voll dem totalen Darwinismus verschrieben hatte - interpretiert als „nur der stärkste gewinnt". Dieses „Darwinismus Total Mercedes" (auch abgekürzt DTM) soll deshalb einen unrühmlichen Ehrenplatz im Reiseführer „Per Anhalter durch die Arbeitswelt" bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="margin:9pt 0cm 0pt;line-height:150%;"&gt;&lt;span style="font-size:12pt;line-height:150%;"&gt;&lt;font face="Times New Roman"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;img src="http://faz-community.fazjob.net/photos/storage/1000.26.658.DTM_anhalter.jpg" border="0"&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst einmal, für alle, die sich im Motorsport nicht so genau auskennen, ein kleiner Rückblick. Alle diejenigen, die sich auskennen, können den folgenden Abschnitt überspringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also: Neben der Formel 1 gibt die von Mercedes und Audi geprägte Deutsche Tourenwagen Meisterschaft (DTM). Das vorletzte Rennen wurde in Barcelona gefahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte Mercedes nur noch dann eine Chance auf den Titel, wenn die beiden in der Meisterschaft führenden Audi-Piloten nicht ins Ziel kommen würden. Spätestens seit Charles Darwin ist die Konsequenz bekannt, die man an dieser Stelle irgendwie ahnt: Die beiden Audis wurden - und da waren sich die Kommentatoren einig - von zwei in der Meisterschaft chancenlosen Mercedes-Fahrern von der Piste geschossen und mussten aufgeben. Angesichts der zerstörten Fahrzeuge nahm Audi (aus Protest) alle verbliebenen Fahrzeuge aus dem Rennen und der Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug konnte strahlend einen sechsfachen Triumph feiern - wobei aber auch nicht mehr als seine sechs Autos ins Ziel kamen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit gibt es eine neue Definition für unseren Reiseführer: &lt;b&gt;&lt;i&gt;„Unter DTM versteht man (a) als „Deutsche Tourenwagen Meisterschaft" ein interessantes Motorsportereignis, (b) als „Darwinismus Total Mercedes" ein extrem darwinistisches Verhalten, bei dem man sich ohne Rücksicht auf Verluste zum Siegespodest durchsetzt, und dies besonders treffend illustriert durch den von Mercedes maximierten Darwinismus."&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses DTM-Verhalten praktizierte Mercedes auch bei seinem obersten Rennfahrer, Fernando Alonso. Er war eigentlich als Nummer 1 gekommen, musste dann aber sehr rasch die Konsequenz von „nur der stärkste überlebt" erfahren und sich einer internen Konkurrenz mit dem Jung-Star Lewis Hamilton stellen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hinweis für Unternehmen: „&lt;b&gt;&lt;i&gt;Die Wahl einer DTM-Strategie durch das Unternehmen kann bei Mitarbeitern dazu führen, dass diese einen extremen und für das Unternehmen fatalen Opportunismus entwickeln&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;."&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Beleg für diese Aussage kann der Reiseführer durch die Arbeitswelt auf die Mercedes-Spionage-Affäre hinweisen, die man im Übrigen auch mit dem Darwinismus-Drang von Mercedes begründen könnte. Bei dieser Affäre spielte Fernando Alonso eine für Mercedes äußerst unrühmliche Rolle, als er offenbar erst seinen eigenen Rennstall zu erpressen versuchte, nur um dann mit den Mercedes-Anklägern zu kooperieren. Das Ergebnis ist bekannt: McLaren-Mercedes zahlte 100 Millionen Dollar Strafe und wurde von der Konstrukteurswertung ausgeschlossen. Alsonso hingegen konnte ohne Bestrafung weiterfahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses Urteil war letztlich bedeutungslos, wenngleich es eine symbolträchtige Niederlage für Mercedes darstellte: McLaren-Mercedes hätte letztendlich die Konstruktionswertung ohnehin nicht gewonnen und die 100 Millionen (von denen Mercedes nur einen Teil zahlte) dürften für den Daimler-Vorstand eher in die Rubrik „Peanuts" fallen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;McLaren-Mercedes agiert in einem darwinistischen Markt und auch Alonso will sich durchsetzen. Dies führte zu einer Schicksalsgemeinschaft: Beide, McLaren-Mercedes genauso wie Alonso, wollen die Fahrer-WM gewinnen. Also muss man - egal wie - weiter zusammen arbeiten. Natürlich hätte man Alonso und Haug feuern können, vielleicht sogar feuern müssen. Nur DTM ist offenbar die Leitkultur und deshalb wird vieles dem anvisierten Ergebnis untergeordnet und Loyalität, Ethik sowie Fairness aufgegeben. Denn: Im DTM prallen brutal-feudalistischer Darwinismus und brutal-egoistischer Opportunismus ungebremst aufeinander.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass mit Darwinismus begründeter Opportunismus durchaus auch der Kultur von DaimlerChrysler - dem „Mutterhaus" von McLaren-Mercedes entspricht, sieht man schön daran, dass die Vorstände von DaimlerChrysler über ihre Aktienoptionspläne sogar davon profitierten (=Opportunismus), dass Chrysler abgestoßen und dem Höllenhund Cerberus übertragen wurde (=Darwinismus). Also auch hier wieder DTM! Übertragen auf die Arbeitswelt bedeutet DTM unter anderem die Einführung von &amp;nbsp;Low-Performer-Programmen sowie Pflicht-Seminaren für Führungskräfte im Stil von „Wie mache ich eine Personalakte kündigungsreif?", wobei über allem das generelle „Ich habe die Macht, ich ziehe das durch!" steht. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hinweis für Mitarbeiter: „&lt;b&gt;&lt;i&gt;Die Wahl einer DTM-Strategie durch das Unternehmen verlangt auf Seiten der Mitarbeiter eine emotionale und faktische Entkopplung vom Unternehmen."&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch Alonso verlässt nach diesem einen Jahr das Team von McLaren-Mercedes. McLaren-Mercedes verlor letztlich durch übertriebenen Darwinismus in der Formel 1 die Fahrer- und die Konstrukteursweltmeisterschaft an Ferrari. Und man verlor bei der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft durch das letzte Rennen dann doch auch diesen Meisterschaftstitel, diesmal an Audi. Hinzu kommen zwei unbefriedigende Motorsportprozesse, was zu einem für McLaren-Mercedes unbefriedigenden 0:6 führt. Würde DaimlerChrysler (jetzt nur „Daimler") konsequent bleiben, so müsste als nächstes der Motorsportchef Norbert Haug in seinem privaten Mercedes auf die Strasse gesetzt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Darwinismus und Opportunismus werden die zukünftige Arbeitswelt bestimmen. Nur gibt es neben dem „schmutzigen Darwinismus" vom Typ DTM vielleicht doch auch eine Form des Wettbewerbs mit „kollisionsminimierenden Regeln" und sinnvollen sozialen Verträgen. Auch Mercedes wird sich an diese Arbeitswelt anpassen lernen und erkennen, dass Darwin nicht gesagt hat, dass der Stärkste und Brutalste überlebt, sondern derjenige, der sich am besten an die aktuell gegebene Wettbewerbssituation anpasst. Und das macht man nicht mit einem Verhalten vom Typ DTM!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://faz-community.fazjob.net/photos/cache/1000.26.129.hat.jpg.thumb.jpg" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;PS. In der Originalfassung des Reiseführers summt Ford (oder war es Mercedes? Oder war es Fernando?)&amp;nbsp; leise vor sich hin. Nur einen Ton, der in Abständen immer wieder wiederholt wurde. Wenn ihn jemand gefragt hätte, was er da summt, hätte er geantwortet, er summe die erste Zeile des Niel-Coward-Songs „Mad about the boys", und das immer und immer wieder. Er wäre dann darauf hingewiesen worden, dass er doch nur immer einen Ton singe. Darauf wollte er antworten, dass dies seinen Grund hat. Nur wurde er nie gefragt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.orga.uni-sb.de/fazblog"&gt;ALLE BLOGEINTRÄGE AUF EINEN BLICK&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://faz-community.fazjob.net:80/aggbug.aspx?PostID=662" width="1" height="1"&gt;</description></item></channel></rss>